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Biogene Abfälle

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Vom Biomüll zum Kompost

Wir arbeiten mit der Natur: Die Bio-Vergärungsanlage "Tisner Au" erfüllt eine wichtige Aufgabe: Organische Abfälle werden in den Naturkreislauf zurückgeführt. Das Restmüllaufkommen wird somit deutlich reduziert: In der neuen Biomüllvergärungsanlage können ca. 12.000 Tonnen Bioabfall jährlich zu hochwertigem Kompost verarbeitet werden. Der Weg vom Biomüll zum Kompost durchläuft drei Stufen:

  1. Sammlung;
  2. Vergärung;
  3. Kompostierung.

Angefangen bei der Mülltrennung zu Hause, über die Bereitstellung und Sammlung der Bioabfälle bis hin zu deren Vergärung/Kompostierung werden Schritte durchlaufen, die für ein Gelingen der Biomüllverarbeitung gleich wichtig sind:

Das Einzugsgebiet

Neben den Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt liefern die Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern sowie die Gemeinde Bozen ihren Biomüll an die Anlage.

Das genaue Datum der nächsten Sammlung finden Sie im Terminkalender!

Anlagentechnik und Prozessbeschreibung

Der angelieferte Biomüll wird zerkleinert, mit Wasser versetzt und in den Biogas-Reaktor gepumpt. Dort bauen Bakterien die organischen Substanzen ab und wandeln sie in Biogas (Methan) um.

Dieses Biogas wird in einem speziellen Gasmotor (Blockheizkraftwerk) in elektrische Energie und Wärme umgewandelt. Der erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist und die Wärme über ein Fernwärmenetz genutzt. Die von den Bakterien nicht umgebaute Restmasse wird vom Reaktor abgezogen, mit Grünschnitt versetzt und kompostiert. Der einer Qualitätskontrolle unterworfene Kompost kann direkt an der Anlage bezogen werden. Quelle: BTA.

Technische Informationen
Kurze fachliche Informationen zur Anlage und dem Verarbeitungsprozess: Einstufiges, mesophiles Nassverfahren nach dem Biostab-Verfahren wie folgt:

  1. Bioabfallannahme und Vorbehandlung mit Anlieferung, Pufferung, Vorsortierung, Zerkleinerung und F Bioabfallannahme und Vorbehandlung mit Anlieferung, Pufferung, Vorsortierung, Zerkleinerung und Förderung der Bioabfallfraktionen fest, pastös und flüssig; Absaugen der geruchsintensiven Luft über ein Lüftungssystem mit geregelter Erfassung, Transport und Befeuchtung der geruchsbeladenen Abluft zum Luftwäscher und anschließt.
  2. Funktionale Aufbereitung mit Auflösung des Bioabfalls, Schwerstoffentfernung, Leichtstoffentfernung, Sandabscheidung sowie Waschung und Pressung der ausgeschleusten Störstoffe;
  3. Vergärung zum weitgehend anaeroben Abbau der organischen Bestandteile und Erzeugung von Biogas;
  4. Entwässerung der ausgefaulten Suspension inklusive Beschickung der Siebbandpresse, Zugabe von Flockungshilfsmitteln, Mengenmessung und Austrag des entwässerten Gärrestes sowie Ableitung des Filtrates;
  5. Pufferung des Filtratwassers mit Beschickung des Funktionalbereiches Aufbereitung sowie der Ableitung zur Abwasserreinigungsanlage nach Bozen;
  6. Kompostierung der ausgefaulten Suspension zusammen mit Strauchschnitt zu wertvollem Kompost;
  7. Gasbehandlung und Verwertung des anfallenden Biogases sowie Gasspeicherung in einem Niederdruckgasbehälter bei anschließender Verbrennung des Biogases. Erhalt von Energie in Form von Wärme und Strom, welcher in das Netz eingespeist wird.