Die gesetzlichen Grundlagen der Einrichtungen, Dienste und Projekte im Suchtbereich basieren auf dem Beschluss der Landesregierung Nr. 1240 vom 30. 03. 1998 " Maßnahmen im Bereich der Suchtabhängigkeit ". Mit diesem Programm wird auch die Zuständigkeit der Bezirksgemeinschaft definiert, die im Bereich der sozial- rehabilitativen und niederschwelligen Einrichtungen liegt. Durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Tagesgestaltung soll die soziale Wiedereingliederung suchtmittelabhängiger Personen gefördert werden.
Angeboten werden Beratung und Begleitung abhängiger Personen, ein möglichst unmittelbarer Zugang zu den Betreuungsangeboten und die Förderung der Eingliederung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Das Einzugsgebiet der beschriebenen Angebote umfasst das gesamte Gebiet der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt.
Infos: Soz.Ass. Dr. Robert Vorhauser, Tel. 0473 496800, Fax 0473 49681 Email Robert.Vorhauser@bzgbga.it
Die Wohngemeinschaft ist eine sozial-rehabilitative Einrichtung für Menschen mit Alkohol- oder Drogenproblemen. Sie bietet nach Abschluss der Therapie eine zeitlich befristete Wohnmöglichkeit, mit dem Ziel, die Selbständigkeit zu fördern und eine angemessene Unterstützung und Begleitung zu bieten. Die Voraussetzungen für die Aufnahme sind einerseits die Fähigkeit, zeitweise alleine wohnfähig zu sein, ohne eine Gefahr für sich oder andere Menschen darzustellen und die Abstinenz von jeglichen Suchtmitteln.
Das Hauptziel der Einrichtung ist die Förderung der Autonomie im Alltagsverhalten, das Erlernen und die Einübung von lebenspraktischen Fertigkeiten und die Erweiterung der Sozialkompetenz zur Integration in der Gesellschaft.
Die geschützte Werkstätte Handswork wird seit 2001 vom Verein HANDS geführt, derzeit wird die Konvention mit der Bezirksgemeinschaft jährlich erneuert. In der Werkstätte finden 12 Menschen mit Alkohol- und anderen Abhängigkeitserkrankungen bzw. Personen aus den Sozialsprengeln die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen ein individuelles Betreuungsprogramm zu absolvieren, um sich auf eine Arbeitseingliederung vorzubereiten.
In der Werkstätte werden folgende Arbeiten durchgeführt: Verkauf von recycelten, kreativ gestalteten und restaurierten Möbelstücken, Verkauf von Holzgegenständen, Produktion von Handtuftteppichen, Ausführung von Serienarbeiten auf AuftragAb, transport und Verkauf von Gebrauchtmöbeln. Di e zum Verkauf angebotenen Produkte werden in der Werkstätte und im Ausstellungsraum in Meran (Romstr. 13) ausgestellt.
Das Second-Hand Gebrauchtmöbellager befindet sich oberhalb der Werkstätte in Tscherms.
Öffnungszeiten der geschützten Werkstätte für das Publikum
Montag, Mittwoch, Donnerstag von 08.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr,
Dienstag von 9.30 -12.30 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr,
Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr
Öffnungszeiten Second Hand Gebrauchtmöbel
Dienstag von 9.30 -12.30 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch, Donnerstag von 08.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr
Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr
Handswork - Gampenstraße 14 39010 Tscherms
Telefon 0473 - 550620 Fax 0473 - 550745
Email: workcermes@hands.ines.org
Das niederschwellige Tageszentrum ist eine Einrichtung für suchtkranke Menschen in Meran, dessen Ziel die Minimierung von psychischen, körperlichen und sozialen Schäden ist. Durch die soziale Integration und die Schaffung attraktiver Lebensumstände nehmen suchtkranken Menschen die Mühen eines Entzuges auf .
Das Tageszentrum versteht sich als niederschwellige Einrichtung. Niederschwellig bedeutet, dass den Menschen der Zugang erleichtert wird. Hindernisse wie der Anspruch auf Abstinenz, die genaue Termineinhaltung, bürokratische Auflagen und die Preisgabe der eigenen Identität werden vermieden.
Menschen, die das Tageszentrum besuchen, sind von Mehrfachproblematiken betroffen, die sich gegenseitig verstärken. Die verschiedenen Problemlagen umfassen viele Lebensbereiche; sie betreffen beispielsweise die gesundheitliche Situation, Arbeitslosigkeit, ungenügende Bildung, soziale Isolation, materielle Notlagen, prekäre Wohnsituation, Abhängigkeiten oder Delinquenz. Daher rücken Schadensminimierung und Überlebenshilfe als Betreuungsziele in den Vordergrund.
Die Angebote des Tageszentrums umfassen neben gesundheitsbezogenen medizinischen Angeboten (wie z.B.: einfache pflegerische Maßnahmen, fachgerechte Entsorgung der gebrauchten Spritzen, Ausgabe von sauberen Spritzen, Abgabe von Kondomen, Aufklärung über Safer Use/ Safer Sex), lebenspraktische Angebote (Schutzraum, Cafeteria, Dusch- und Körperpflegemöglichkeiten, Möglichkeit eine Waschmaschine und einen Trockner zu benutzen, kleine warme Mahlzeit und Getränke zu sich zu nehmen) Zugang zu den Medien ( Zeitungen, Zeitschriften, Radio, TV, Video) und andere unbürokratische Hilfen (wie z.B. allgemeine Information und Beratung, Kontaktvermittlung zu Fachdiensten, Krisenintervention, Telefongespräche zu Ämtern, Ärzten, usw.).
Neben der niederschwelligen Tageseinrichtung gibt es eine niederwschwelliges Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Dabei haben sechs Personen täglich die Möglichkeit für vier Stunden eine Arbeitstätigkeit im Tageszentrum oder auch außerhalb zu verrichten.
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